Unsere Winzer

Persönlichkeiten und ihre Weine

Die von uns vermittelten Gewächse stammen aus sorgfältigen Individual-Produktionen. Sie spiegeln ihre Herkunft und die dahinter stehenden Menschen wider. Dafür nehmen wir auch Weine mit Ecken und Kanten in Kauf, welche Meinungen provozieren. Entdecken Sie in den folgenden Portraits interessante Persönlichkeiten – ihre Handschrift kann man in ihren Weinen wahrnehmen.

Das Weinland Frankreich

Frankreichs Stellung als führendes Qualitätsweinland ist zwar nicht mehr so unangefochten wie noch vor drei, vier Jahrzehnten, dennoch offeriert es uns nach wie vor jene Gewächse, die weltweit als Messlatte dienen. Bordeaux mit seinen Cabernet-Merlot-Kompositionen, das Burgund mit dem Pinot Noir und dem Chardonnay, das Rhône-Tal mit dem Syrah und dem Viognier, die Loire mit dem Cabernet Franc und dem Chenin, die Champagne, Cognac und Armagnac, sie alle bringen weinbauliche Erzeugnisse hervor, die Modellcharakter haben und denen weltweit nachgeeifert wird.

Sie finden hier eine Auswahl von Winzern genauer beschrieben. Ihre Weine sind jeweils unten aufgelistet.

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Sylvain Fadat, Domaine d’Aupilhac (Languedoc-Roussillon)

Aus unserer Winterlagerräumung:

Domaine des Jougla (Languedoc-Roussillon)
Château Petit Val (Bordeaux, Saint-Emilion)
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Das Weinland Italien

Italien ist uraltes Weinland, seine Vielfalt an Gewächsen ist schier unerschöpflich. Die Rebgärten überziehen weite Teile des Landes, vom sonnendurchfluteten Sizilien bis hinauf in die kargen Alpentäler. Diese verschiedenen klimatischen und geologischen Bedingungen lassen die unterschiedlichsten Weine heranreifen. Eine jahrtausendealte, historische Entwicklung prägte zudem Individualität und Traditionsbewusstsein und förderte die Entstehung regional verschiedener Anbau- und Kelterungsmethoden.

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Neu: Südtirol

Schloss Englar (Eppan, Südtirol)
Weingut Wilhelm Walch (Tramin, Südtirol)
Bergkellerei Passeier (Sankt Leonhard, Südtirol)
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Das Weinland Spanien

Obwohl Spanien mit 1,2 Millionen ha mit Abstand die grösste Weinbaufläche der Welt bewirtschaftet, rangiert das Land in der internationalen Weinproduktionsstatistik nur an dritter Stelle. Hitze, Trockenheit und Dürre, aber auch alte, ertragsschwache Rebanlagen limitieren die Erntemengen. In den letzten Jahren ist der schlafende Weinriese aber erwacht. Eine Vielzahl neuer Kellereien ist entstanden. Insbesondere in Ribera del Duero hat sich die Anzahl der Bodegas seit der Gründung der Appellation 1982 mehr als verzehnfacht.

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Das Weinland Portugal

Der Weinschriftsteller Hugh Johnson schrieb seinerzeit im «Weinatlas»:
«Portugal ist das Land für den Weinromantiker. Mehr noch als Italien ist es die Heimat der knarrenden Ochsenkarren, des durch Reblauben sprenkelnden Sonnenscheins, des Austretens von purpurrotem Most, der Krüge tragenden Mädchen und seit Jahrhunderten überlieferten Lieder.»

Berühmt sind vor allem die Portweine, welche jedoch nur etwa 2% der gesamten Weinproduktion ausmachen. Die übrigen 98% der Weine Portugals sind in den letzten Jahren zunehmend für die Exportmärkte erschlossen worden. Im Zuge dieser Öffnung ist eine Vielzahl guter und interessanter Weine entstanden.

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Das Weinland Österreich

Die geografische Lage eines Landes ist auch sein Schicksal. Das kommt in Österreich überaus deutlich zum Ausdruck. Die glückliche Kombination von einheimischen Rebsorten, besonderen Boden- und Klimaverhältnissen in den einzelnen Weinbauregionen sowie kompetente Winzerpersönlichkeiten ermöglicht die Erzeugung eigenständiger weisser und roter Gewächse internationalen Formats.

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Das Weinland Schweiz

Dem Weinbau in der Schweiz ist in den letzten Jahren vor allem im eigenen Land wieder eine grosse Beachtung zuteil geworden. Zum Vorteil gereicht den Produzenten, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Ländern nicht den Modesorten Chardonnay und Cabernet verfielen, sondern sich (insbesondere im Wallis) auf ihre eigenen, teilweise auf kleinen Parzellen angebauten Sorten konzentrierten. Andererseits verhalf eine neue Generation qualitätsbewusster Winzer in Graubünden dem Pinot Noir zu ungeahnter Grösse, und das Tessin profitiert vom idealen Klima für den Merlot und erbringt bei tief gehaltenen Erträgen regelmässig Weine von ausgezeichneter Qualität.

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Domaine La Rodeline, Fully (Wallis)
Schloss Salenegg, Mayenfeld (Bündner Herrschaft)

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Das Weingeschäft fasziniert mich nun seit 50 Jahren. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert. Doch eines ist gleich geblieben: Meiner Meinung nach ist Weinbereitung eine anspruchsvolle Handwerkskunst. So soll auch der Genuss von Wein mit Sorgfalt und Respekt verbunden sein. Denn guter Wein ist einzigartig: Kein Jahrgang schmeckt wie der andere, jeder Winzer, jeder Rebhang verleiht dem Wein seine Geruchs- und Geschmacksnuancen, seinen Charakter, seine Persönlichkeit. (Rolf Reichmuth)

Gedanken zum heutigen Weinmarkt

Der aktuelle Weinmarkt ist im Vergleich zu früher sehr viel komplexer und für die Kunden anspruchsvoller geworden. Die Fülle an Angeboten ist zwar bereichernd, doch macht sie es nicht einfach, sich in diesem Dschungel zurecht zu finden. Neue Weinregionen werden erschlossen und vielerorts wird heute qualitätsbewusst vinifiziert. Und so ist die Suche nicht mehr nur nach dem Guten, sondern nach dem Perfekten zu unserer Hauptaufgabe geworden. Dabei stellen wir auch unser zum Teil über lange Jahre gewachsenes Angebot grundsätzlich immer wieder in Frage.

Bis zur Jahrhundertwende war die Weinwelt noch in Ordnung: Es gab berühmte gute und unbekannte schlechte Gewächse. So grob war der Raster. Der Markt funktionierte, die Preise stiegen, und was Prestige hatte verkaufte sich. Im Schlepptau grosser Namen reisten auch andere, vorausgesetzt, sie hielten sich an die relativ einfachen Spielregeln. Man brauchte Kapital, Eichen-Barriques oder später Eichen-Holzschnitzel, bekannte Rebsorten und dazu eine gute Portion Medienbewusstsein. Dieses Rezept war überall anwendbar, in Frankreich ebenso wie in Italien, Kalifornien, Chile, Australien, Südafrika und anderswo. Cabernet-Sauvignon, zum Beispiel, vermag in Bordeaux unbestreitbar nuancierte Spitzenweine hervorzubringen. Seine Anpassungsfähigkeit jedoch erlaubt auch die grossflächige Produktion für den Weltmarkt. Diese meist uniformen Erzeugnisse erleichtern das Gegenüberstellen, das Anhängen an das Original und ermöglichen einen Vertrieb im grossen Stil. Solch weiche, geschmeidige und mundige, aber oft auch langweilig wirkende Trend-Gewächse überschwemmen den Markt und laufen einer faszinierenden Vielfalt zunehmend den Rang ab. Der von seiner Herkunft geprägte Charakter geht verloren, und Wein wird zum stets gleichschmeckenden Getränk degradiert. Kommt hinzu, dass auch hochgezüchtete Gewächse mit grossen Namen auf dieser Welle reiten, was die Orientierung zusätzlich erschwert. Doch diese Machart steigert – und da liegt wohl des Pudels Kern – den Umsatz.

Nun ist es eine Binsenwahrheit, dass in der hochindustrialisierten Landwirtschaft die Herstellung von Massenware immer einhergeht mit wenig natur- und menschenfreundlichen Produktionsmethoden. Anschaulich wird dies im Obst- und Gemüsebau. Da wird Ware angeboten, die zwar optisch zu befriedigen vermag, qualitativ jedoch nur ein bescheidenes Niveau erreicht. Ein Beispiel dafür ist der andalusische Treibhausanbau in der spanischen Provinz Almería. Unter immensen Plastikbahnen, die sich über 360(!) Quadratkilometer erstrecken, werden ohne Respekt vor Mensch und Boden Gurken, Tomaten und so manches mehr für ganz Europa im Akkord hergestellt. Aber auch aus anderen Sektoren der Konsumgüterindustrie erreichen uns Nachrichten, die nachdenklich stimmen. In der bengalischen Textilindustrie, von wo aus die westlichen Märkte mit Billigkleidern bedient werden, ereignete sich vor bald 3 Jahren wegen Nichtbeachtung von Sicherheitsvorschriften ein tragisches Unglück. Solche Meldungen rütteln auf und zeigen die Schattenseiten, welche durch unkritisches Einkaufsverhalten gefördert und unterstützt werden. Der Wert eines Produktes wird dabei in erster Linie über den Preis definiert, und es wird deutlich, wie sehr der Kunde König Macht hat. Wer Macht hat, übernimmt aber auch Verantwortung.

Wir sind ein traditionelles Weinhaus und haben einen ausgeprägten Sinn für den respektvollen Weinbau und seine unverfälschten Produkte. Bei uns steht nicht der Preis im Mittelpunkt. Denn zählen beim Kaufentscheid nur hohe Rabatte und tiefe Preise, bleibt die Qualität auf der Strecke. Wir wünschen uns ein kritisches Einkaufsverhalten unserer Kunden sowie die Bereitschaft, dem seriös und naturnah arbeitenden Produzenten ein angemessenes Entgelt zuzugestehen. Wein ist für uns nicht Lifestyle, sondern Kultur, Lebensfreude und Begeisterung.

Die Leichtigkeit, mit der sich in den 80er- und 90er-Jahren kostspieliges Etiketten-Prestige vermarkten liess, begünstigte die Entwicklung der Mainstream-Weine. Wer weiss, vielleicht stehen wir heute – nicht zuletzt unter dem Eindruck des veränderten wirtschaftlichen Umfeldes – an der Wende zu einem neuen Bewusstsein und finden zurück zum originalen und erschwinglichen Wein.