Wie degustiert man Wein?

So machen wir es René Blanco und Nadine Reichmuth führen durch den Abend. Zur Degustation stehen Weine aus verschiedenen Gegenden.Dies ist eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, welcher Wein wem schmeckt und warum. Denn je nach Klima und Boden wachsen verschiedene Trauben, welche im Wein sehr verschiedene Geschmacksrichtungen zeigen. Manche Reben wachsen sogar nur an einem ganz bestimmten Ort, Petite Arvine zum Beispiel (im Wallis). Jene Trauben, die “unkomplizierter” sind im Anbau, entwickeln neben ihrem erkennbaren Charakter je nach Wetter, Boden und Weiterverarbeitung eine Vielfalt an Geschmacksnuancen. Frage: Warum schmeckt ein Wein in den Ferien besser als zuhause?Zum Einen, weil das
Weiterlesen

Synästhetische Wahrnehmung von Wein

Ich beschreibe Weine in Bildern. Denn ich sehe Farben und spüre Bewegungen, wenn ich einen Wein trinke. Diese Form der Wahrnehmung nennt sich Synästhesie. Ein Sinnesreiz löst neben der normalen Wahrnehmung weitere Sinnesempfindungen aus. Die Zahlen 1-9 zum Beispiel sehe ich verbunden mit Farben, die geraden mit warmen, die ungeraden mit kalten. Mehrstellige Zahlen sind Farbkombinationen und sie beeinflussen sich in ihrer Helligkeit/Leuchtkraft. Es gibt neutrale, schöne und unangenehme Farbkombinationen. Beim Riechen und Schmecken sehe ich ebenfalls Farben und zusätzlich nehme ich Bewegungen und Formen wahr. Als ich begonnen habe, Wein zu trinken, merkte ich, dass sich mir hier eine Farben- und
Weiterlesen

Wein und seine Wirkung

Meine ersten Weinreisen durfte ich als Kind begleiten. Ich erinnere mich gut an die wunderschönen Châteaux von Bordeaux, wo die Besitzer mehr Bauern als Könige waren und sich ganz selbstverständlich durch die grossen und edlen Gemächer bewegten.
Weiterlesen

Ostern und das Getränk der Wiedergeburt

Im Kern des Osterfestes steckt das Thema der Wiedergeburt und damit der Frühling, wo die Natur, die davor starr und tot schien, zu neuem Leben erwacht und uns mit ihrer Fülle verzaubert. Es ist nicht abwegig zu sagen, dass auch Wein eine Form der Wiedergeburt in sich trägt.
Weiterlesen

Châteauneuf-du-Pape – seit jeher ein sicherer Wert

Von Rolf Reichmuth - Als ich in den 60-er und 70-er Jahren einen Grossteil meiner Militärdienstpflicht leistete und wir abends im Ausgang in einem Gasthof die Weinkarte studierten, so fiel die Wahl leicht, wenn ein Châteauneuf-du-Pape angeboten wurde. Da nickten wir schon im Voraus anerkennend, allein der Name versprach hohen Genuss.
Weiterlesen

“Wir sind doch keine Biber”

Von Rolf Reichmuth - „Wir sind doch keine Biber“ Das sagte mir einmal ein Kunde, nachdem er einen stark eichengeprägten Wein probiert hatte. Und er fuhr fort:“Ich will im Wein die Trauben schmecken und nicht das Holz der Barrique.“
Weiterlesen

Sprache und Wein

Von Rolf Reichmuth - Ich stelle immer wieder fest, dass die Behutsamkeit im Umgang mit der Sprache abnimmt. Begriffe werden vor allem nutzbringend eingesetzt. Die daraus entstehende Kluft zwischen Wort und Wirklichkeit hat vor allem eine Verunsicherung zur Folge. Wo früher mit einigem Informationsgehalt über Rebgut, Jahrgang und Winzer berichtet wurde, steht heute vielfach nur noch ein nett aufbereiteter, nichtssagender Kurztext.
Weiterlesen