Tips für Hitzetage

Auch Portwein – gut gekühlt – ist im Sommer ein erfrischender Genuss. Besonders gut ist er allerdings mit Melone.

Hitze-Tage sind eine besondere Herausforderungen für Körper und Geist. Und während wir uns möglichst energiesparend bewegen, sehnen wir uns nach Erfrischung. Wir haben hier ein paar Tips für Sie, wie Sie an sehr heissen Tagen am besten mit Wein umgehen.

Zuerst: Geniessen Sie Ihr Glas Wein!

Kreislauf

  • Trinken Sie genau so viel, dass Ihr Kreislauf schön in Schwung gebracht und nicht weiter heruntergefahren wird. 
  • Wir empfehlen, Wein nicht zu stark zu kühlen. Eis im Getränk ist zwar – zugegeben – wunderbar erfrischend. Andererseits sind viele Geschmacksnuancen bei dieser Kälte nicht mehr wahrnehmbar. Und das schmelzende Leitungswasser verwässert den Charakter des Weines. 
  • Bei Temperaturen über 30°C raten wir dazu, alle Weine – insbesondere Schaumweine – 2 bis 3 Stunden vor dem Genuss in den Kühlschrank zu stellen. 
  • Trinken Sie zum Wein genug Wasser, so kann der Körper besser mit dem Alkohol umgehen und dient nicht als Durstlöscher.

Lust auf ein Picknick draussen?

  • Wenn Wein zum Picknick, dann am besten aus dem Kühlschrank direkt in eine Isolierflasche. Er ist dann auch leichter in der Tasche.
  • Keine Zeit dafür? Rufen Sie uns an und wir stellen den von Ihnen gewünschten Wein bei uns kalt, sodass Sie ihn nur noch mitnehmen können.

Weine schnell herunterkühlen

Sie haben vergessen, die Flasche in den Kühlschrank zu legen und brauchen sie aber jetzt? René Blanco hat während seiner langjährigen Tätigkeit als Sommelier die Methode des Frappieren kennen- und schätzen gelernt.

Die Methode: Frappieren

Er erklärt sie Ihnen: “Stellen Sie den Wein in einen Eiskübel. Geben Sie danach so viele Eiswürfel dazu, bis auch der Flaschenhals rundum bedeckt ist. Mischen Sie daneben kaltes Wasser mit ca. 150 gr Salz. Füllen Sie die Mischung zum Eis im Kübel. Drehen Sie alle 5 Minuten den Wein (am Flaschenhals) um seine eigene Achse. Und in einer Viertel-Stunde ist der Wein parat!”

“Das ist übrigens dasselbe Prinzip, mit dem man Flaschen in der Champagner für das Degorgieren vorbereitet!

Und zwar: Falsche kopfüber ins Eisbad, der Hals muss vollständig im Wasser sein. Temperatur auf -23°C runterkühlen. Bei dieser Temperatur friert der Hefepropfen ein. Dann kann nur noch der Korken abgeschlagen werden, die Hefe schiesst als Einheit raus und fertig ist das Ding.”

Apropos Schaumwein…

Ein historischer Rückblick

Benediktinermönche aus der Abbaye de Saint-Hilaire (Limoux) sollen bereits 1531 die Schaumweinherstellung entdeckt haben.

Weiter wird erzählt, dass erst rund ein Jahrhundert später ein gewisser Dom Pérignon aus der Champagne zu seinen Ordensbrüdern kam, um mehr über dieses Verfahren zu vernehmen.

Er hat anschliessend die méthode champenoise entwickelt. Sie ist ein Verfahren, bei dem mittels Flaschengärung Schaumwein hergestellt wird.

Nicht zuletzt dank gutem Marketing gewann dieser Schaumwein quasi unaufhörlich an Prestige und Marktanteil. Er wurde mit Ehrfurcht und Sorgfalt behandelt.

Champagne on the rocks

Schaumwein ist und bleibt etwas Besonderes. Und so kann er sich auch von vielen Modeströmungen fern halten. Doch ganz gefeit ist er auch nicht.

Seit einigen Jahren gibt es den Trend Champagne on the Rocks – Champagner auf Eis. Wir haben’s ausprobiert.

Das Resultat ist zwiespältig, denn wie oben beschrieben riecht und schmeckt man bei kalten Getränken um den Gefrierpunkt nicht mehr allzuviel. Auch der Genuss eines solchen Klassikers im hohen Longdrink-Glas ist bald nicht mehr sehr prickelnd. Dieser Effekt wird durch das schmelzende Leitungswasser vergrössert.

Dennoch: Wenn Sie einmal Lust dazu haben, geniessen Sie Ihren Schaumwein auf Eis – es muss ja nicht immer Champagner sein.

Kategorien: Über den Umgang mit Weinen.
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Über Rolf Reichmuth

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